KI-Kodierung Krankenhaus

KI-Kodierung für Krankenhäuser

Medicoda ist die Plattform der MedMatic GmbH für Medizincontrolling. Die KI erstellt aus Arztbriefen, OP-Berichten, Befunden und Verlauf eine vollständige ICD- und OPS-Kodierung mit Fundstellen. Kodierfachkräfte prüfen den vorbereiteten Fall und klären gezielt die offenen Fragen. Das funktioniert nach der Entlassung und fallbegleitend während des Aufenthalts.

  • ICD & OPS automatisch
  • Weniger Routinearbeit
  • Fallbegleitende Hinweise
  • Erlös, MD & Verweildauer
KI-Kodierung Beispielansicht
Code Beschreibung Status
S72.3 Fraktur des Femurschaftes belegt
S71.84 Weichteilschaden I. Grades belegt
I50.19 Linksherzinsuffizienz prüfen unspezifisch
Kurzantwort

Ein Kodierungsvorschlag mit Begründung und Belegen

Für die fachliche Prüfung muss erkennbar sein, worauf ein Code beruht. Medicoda verknüpft die Kodierung mit den Aktenstellen und zeigt, wo Angaben fehlen oder widersprüchlich sind. Ihr Team kann den Vorschlag prüfen, korrigieren und zur Klärung an die zuständige Fachabteilung geben.

Eigene Auswertung

KI-Kodierung an vollständigen Fällen bewertet

In einem fallweisen Vergleich wurden menschliche Kodierung und Medicoda-Kodierung für dieselben Fälle gegenübergestellt. Kodierfachkräfte bewerteten die Gesamtkodierung.

10.000+verglichene Fälle aus unterschiedlichen Fachrichtungen
3 Häusereine Fachklinik und zwei Akutkliniken
98 %unverändert akzeptierte Gesamtkodierungen durch Kodierfachkräfte

Kodierfachkräfte akzeptierten 98 % der vollständigen Fallkodierungen unverändert; eine Bearbeitung vor der Akzeptanz war nicht möglich. Die Akzeptanzrate ist keine Quote identischer Einzelcodes und beschreibt nicht den Anteil autonom bearbeiteter Fälle.

Ergebnisse und Bewertungsmaßstab ansehen
Alltag

Von der Akte zur geprüften Kodierung

Nach der Entlassung bereitet Medicoda die Abschlusskodierung vor. Während des Aufenthalts werden Hinweise bereits zur Arbeitsliste für die Fallbegleitung. In beiden Situationen bleiben Fundstellen und offene Fragen am Fall nachvollziehbar.

  1. Unterlagen auswerten Arztbriefe, OP-Berichte, Befunde, Laborwerte und Verlauf werden fallbezogen gelesen.
  2. ICD und OPS vorschlagen Die KI erzeugt eine vollständige, nachvollziehbare Kodierung mit Quellen aus der Akte.
  3. Offene Punkte zuordnen Fehlende Belege, Widersprüche und mögliche Kodierungsänderungen werden mit den betreffenden Aktenstellen angezeigt.
  4. Prüfen und freigeben Kodierfachkräfte bewerten den Vorschlag und klären Rückfragen; Umfang und Freigabeschritte werden mit dem Haus vereinbart.
ICD & OPS

Automatische ICD- und OPS-Kodierung

Diagnosen und Prozeduren brauchen unterschiedliche Nachweise. Medicoda wertet die Dokumentation fallbezogen aus und begründet die vorgeschlagene Codezuordnung.

ICD-10-GM

ICD-Kodierung mit KI

Medicoda leitet Haupt- und Nebendiagnosen aus Arztbriefen, Befunden, Laborwerten, Verlauf und Therapie ab. Die KI zeigt nicht nur einen ICD-Code, sondern auch die zugehörigen Begründungen und Aktenstellen. Eine klinisch plausible Diagnose ist erst anhand der Dokumentation und der gültigen Regeln auf Kodierbarkeit zu prüfen.

Unspezifische Codes und fehlende Präzisierungen werden zur Prüfung markiert. Offene medizinische Fragen können fallbegleitend mit der Ärzteschaft geklärt werden.

OPS

OPS-Kodierung mit KI

Bei Prozeduren liest Medicoda OP-Berichte, Prozedurendokumentation und Fallkontext gemeinsam. So werden relevante Verfahrensdetails, mögliche OPS-Wechsel und offene Dokumentationsfragen früher sichtbar.

  • Implantate, Wechseloperationen und relevante Zusatzdetails erkennen
  • MD-relevante Belege für Prozeduren nachvollziehbar halten
Praxis

Welche Kodierfragen Medicoda sichtbar macht

Vereinfachte, anonymisierte Beispiele aus fallbezogenen KI-Hinweisen. Sie zeigen konkrete Prüfaufgaben, ohne ein bestätigtes Abrechnungsergebnis vorwegzunehmen.

Eine dokumentierte Operation fehlt in der Kodierung

Ein urologischer OP-Bericht beschreibt eine durchgeführte Operation, die in der bisherigen OPS-Kodierung fehlt. Medicoda markiert die Abweichung und den benötigten Leistungsnachweis. Das Team prüft den finalen Bericht und ergänzt die Kodierung, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Der Zusammenhang zwischen Symptom und Ursache ist offen

Eine Anämie ist kodiert; weitere Befunde sprechen für eine konkrete Blutungsquelle. Medicoda benennt die mögliche Kodierfrage und die fehlenden Nachweise. Medizincontrolling und Ärzteschaft klären den Zusammenhang und prüfen die Hauptdiagnose anhand des vollständigen Falls.

Eine Leistung ist umfangreicher kodiert als dokumentiert

Eine Organresektion ist als weitreichender Eingriff kodiert, während die Dokumentation einen geringeren Umfang beschreibt. Medicoda weist auf eine mögliche Überkodierung hin. Das Team prüft den OP-Bericht und passt die Kodierung an die tatsächlich nachgewiesene Leistung an.

Bei Hauptdiagnosen zählt der nach Analyse festgestellte Anlass der stationären Aufnahme. Für eine Änderung sind Dokumentation und Kodierregeln maßgeblich; ein höherer Erlös allein genügt nicht. Bei konkurrierenden Diagnosen können die Ressourcen für Untersuchung und Behandlung maßgeblich sein.

Deutsche Kodierrichtlinien 2026 beim InEK

Vertiefen Sie den Abgleich von OPS und Leistungsnachweisen sowie die Auswahl der Hauptdiagnose.

Ihr Arbeitsalltag

Vom Kodierrückstand zur laufenden Fallbegleitung

Die Auswertung derselben Patientenakte unterstützt zwei Aufgaben: entlassene Fälle abschließen und aktuell liegende Fälle frühzeitig bearbeiten.

Kodierrückstand abbauen

Medicoda bereitet die Kodierung vor und zeigt, welche Fälle geprüft werden können und wo Unterlagen oder fachliche Klärungen fehlen. In einem Kundenprojekt bauten vier Kodierfachkräfte mit Medicoda über 500 Fälle Rückstand in einer Woche ab.

Vorgehen zum Rückstandsabbau

Fallbegleitend arbeiten

Während des Aufenthalts priorisiert Medicoda Kodierfragen, Dokumentationslücken und Verweildauerthemen. Medizincontrolling und Ärzteschaft können Sachverhalte rechtzeitig klären und erbrachte Leistungen nachvollziehbar dokumentieren.

Täglicher Ablauf der Fallbegleitung
KI-Kodierung mit medizinischer Dokumentation und Abrechnungsübersicht
LLMs

Medizinische Zusammenhänge über Dokumente hinweg lesen

Eine Diagnose im Arztbrief, ein Befund und die dokumentierte Therapie müssen zum selben Fall und Zeitraum gehören. Medicoda nutzt Large Language Models, um diese Informationen zusammen auszuwerten. Die Kodierung wird mit Begründungen und Aktenstellen vorbereitet; offene Zusammenhänge erscheinen als Prüfaufgabe.

Beim Vergleich von Anbietern sollte diese Leistung an vollständigen Fällen geprüft werden. Entscheidend ist, wie viele Vorschläge nach fachlicher Prüfung verwendbar sind und wie viel Arbeit einschließlich Korrekturen bleibt. Eine Produktbezeichnung allein sagt darüber wenig aus.

Qualität und Ergebnisse der Fallkodierung prüfen
Einführung

Den Pilot vom Dokumentenzugang bis zur Freigabe planen

Für den Praxistest werden Kodierteam, medizinische Ansprechpartner und Krankenhaus-IT zusammengebracht. Datenzugang und Arbeitsweg müssen zum vereinbarten Bearbeitungsumfang passen.

  1. Aufgabe festlegen: Abschlusskodierung, Revision oder Fallbegleitung auswählen und einen definierten Fallbestand bereitstellen.
  2. Unterlagen verfügbar machen: IT und Projektteam klären, wie Arztbriefe, OP-Berichte, Befunde und Verlauf fallbezogen bereitgestellt und aktualisiert werden. Häufig genügt ein Zugang über Archiv- oder Ausfallsysteme.
  3. Ausgabe und Übergabe abstimmen: Kodierungsvorschläge, Fundstellen und offene Fragen gehen in die fachliche Bearbeitung. Der Weg der Übernahme in KIS und Abrechnung wird gesondert vereinbart; ein lesender Dokumentenzugang bedeutet nicht automatisch Rückschreiben.
  4. Verantwortlichkeiten zuordnen: Kodierfachkräfte bewerten Vorschläge, die Ärzteschaft klärt medizinische Fragen. Umfang und Freigabeschritte werden mit dem Haus festgelegt.
  5. Ergebnis bewerten: Unveränderte Gesamtkodierungen, Korrekturen, Rückfragezeit und Aufwand bis zur Freigabe getrennt erfassen. Einführungskosten und laufende Kosten gehören in dieselbe Bewertung.

Der Datenfluss lautet: verfügbare Falldokumente → Medicoda-Auswertung → Kodierung mit Fundstellen und offenen Fragen → vereinbarte Prüfung und Klärung → Übergabe der freigegebenen Kodierung. Ein DRG-Grouper verarbeitet die kodierten Diagnosen, Prozeduren und weiteren Falldaten nach der geltenden Gruppierungslogik; die KI unterstützt die vorgelagerte Kodierung.

Verfügbare Schnittstellen, Datenschutzunterlagen und Projektablauf werden für das konkrete Haus geklärt.

Datenschutz

KI-Kodierung mit Krankenhausdaten braucht Sicherheit

Patientendaten sind kein Trainingsmaterial. Medicoda verarbeitet Daten in Europa, arbeitet DSGVO-konform und ist auf den kontrollierten Einsatz in Krankenhäusern ausgelegt.

EU-Verarbeitung

Krankenhausdaten bleiben in einem europäischen Verarbeitungsrahmen.

Keine KI-Trainings

Ihre Daten werden nicht verwendet, um allgemeine KI-Modelle zu trainieren.

Kontrollierbar

Hinweise bleiben nachvollziehbar, prüfbar und fachlich freigabefähig.

Erfolgsgeschichte

Wie KI-Kodierung im Krankenhausalltag wirkt

Das Krankenhaus Johanneum zeigt, wie KI-gestütztes Medizincontrolling in der praktischen Kodierarbeit Erlöschancen sichtbarer macht, Dokumentationsqualität verbessert und Prüfsicherheit erhöht.

Erfolgsgeschichte lesen
FAQ

Häufige Fragen zur KI-Kodierung

Kann KI medizinische Kodierung im Krankenhaus durchführen?

Ja. Medicoda kann viele Fälle automatisch vorkodieren und fallbegleitend Diagnosen, Prozeduren und Dokumentationsfragen sichtbar machen. Die fachliche Verantwortung bleibt im Krankenhaus.

Wie unterscheidet sich Medicoda von klassischer Kodiersoftware?

Medicoda erstellt eine vollständige Fallkodierung und wertet dafür Informationen aus mehreren Dokumenten gemeinsam aus. Die Vorschläge enthalten Begründungen und Fundstellen. Wie sich das vom eingesetzten System unterscheidet, lässt sich am gleichen Fallbestand einschließlich Prüf- und Korrekturaufwand beurteilen.

Ist KI-Kodierung eher Abschlusskodierung oder fallbegleitend?

Beides. In der Abschlusskodierung kann Medicoda viele Fälle automatisch vorkodieren. Fallbegleitend unterstützt die KI Kodierfachkräfte, indem sie Diagnosen, OPS-Hinweise, Dokumentationslücken und Erlöspotenziale im laufenden Fall sichtbar macht.

Welche Schnittstellen werden für KI-Kodierung benötigt?

Häufig genügt ein Dokumentenzugang über Archiv- oder Ausfallsysteme. Je nach IT-Landschaft können zusätzlich klassische Schnittstellen angebunden werden.

Kann Medicoda vollständige Fälle bis zur Freigabe bearbeiten?

Bei geeigneten Fällen kann Medicoda die vollständige Kodierung vorbereiten und die Fallbearbeitung bis zur Freigabe übernehmen. Umfang und Prüfschritte werden mit dem Krankenhaus festgelegt. Unklare Sachverhalte werden gezielt zur fachlichen Klärung vorgelegt; die Verantwortung bleibt im Haus.